Matthias Joppek
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12. Oktober 2023
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Digitalisierung – Attraktiver für den Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen

Digitalisierung und bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen machen attraktiver für den Arbeitsmarkt. Mehr Personal mit kreativen Ideen Rekrutieren

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen eröffnet ein weites Feld von Möglichkeiten, nicht nur in Bezug auf die Optimierung medizinischer Abläufe, sondern auch hinsichtlich der Schaffung besserer Arbeitsbedingungen und der Attraktivität des Gesundheitssektors als Arbeitsmarkt. Diese Digitalwende, wie sie mein Kollege auf LinkedIn thematisiert hat, birgt das Potenzial, die Arbeitswelt im Gesundheitswesen grundlegend zu verändern und das Gesundheitssystem insgesamt effizienter zu gestalten.

Prozesse automatisieren und vereinfachen

Der medizinische Bereich ist oft von komplexen und zeitraubenden Abläufen geprägt, die nicht nur die Mitarbeiter belasten, sondern auch die Qualität der Versorgung beeinträchtigen können. Hier setzt die Digitalisierung an, indem sie die Möglichkeit bietet, diese Prozesse zu optimieren und zu vereinfachen. Durch die Neugestaltung der digitalen Strukturen können Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen effizienter arbeiten und ihre Ressourcen besser nutzen. Dies führt nicht nur zu einer Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Zeitersparnis

Ein zentraler Aspekt der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist die Zeitersparnis. In einer Branche, in der Zeit oft buchstäblich Leben retten kann, ist die Möglichkeit, repetitive und zeitaufwändige Aufgaben zu automatisieren, von unschätzbarem Wert. Die Implementierung digitaler Lösungen ermöglicht es, administrative Tätigkeiten zu vereinfachen, die Dokumentation zu optimieren und den Informationsfluss zu verbessern. Dies bedeutet weniger manuelle Arbeit für das Personal und mehr Zeit, sich auf die Betreuung und Behandlung der Patienten zu konzentrieren, was letztendlich zu einer höheren Qualität der Versorgung führt.

Positionierung der Berufsgruppen

Ein weiterer Aspekt, der durch die Digitalisierung gefördert wird, ist die bessere Positionierung der verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Eierlegende Milchsäue sind nicht mehr gefragt. fachspezifische Kompetenz ist modern und führt letztendlich zu Vereinfachung der Prozesse. Durch die Einführung digitaler Tools und Technologien können beispielsweise Pflegekräfte und Ärzte bei administrativen Aufgaben entlastet werden, sodass sie mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung haben. Gleichzeitig können Ärzte durch den Zugang zu digitalen Diagnose- , Befunden und Behandlungsmöglichkeiten sowie Spracherkennungssystemen ihre Arbeitsabläufe optimieren und ihre Effizienz steigern. Dies führt zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und zu einer verbesserten Versorgung der Patienten.

Personalmanagement optimieren

Darüber hinaus kann die Digitalisierung auch dazu beitragen, das Personalmanagement zu verbessern und die Rekrutierung von qualifiziertem Fachpersonal zu erleichtern. Durch den Einsatz von digitalen Plattformen hinsichtlich Ki-unterstützter Personalplanungssysteme werden Lücken geschlossen und Notwendigkeit auf Arbeitnehmerüberlassung zurück zu greifen gemindert. Stellenanzeigen können gezielter geschaltet und Bewerbungsprozesse durch den Einsatz von Bewerberplattformen effizienter gestaltet werden. Zudem können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mithilfe von digitalen Weiterbildungsangeboten (E-Learning) kontinuierlich und zeitsparend fortgebildet werden, was nicht nur ihre berufliche Entwicklung fördert, sondern auch ihre Bindung an die Einrichtung stärkt.

Ein Beispiel für eine solche digitale Lösung ist die Einführung eines elektronischen Patientenakte. Anstatt Papierakten zu durchsuchen, können Ärzte und Pflegekräfte alle relevanten Informationen auf einem digitalen Gerät abrufen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch das Risiko von Fehlern und verbessert die Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen im Krankenhaus.

Weitere Themen die davon abgeleitet werden können, sind:

  • Logistik – Automatisiertes Bestellwesen
  • Besuchernavigation
  • digitales Formularwesen mit elektronischer Signatur
  • Anbindung an Patientenportal mit interaktiven Patiententerminals am Bett inkl. Einbindung des Patienten in sein Behandlungsverlauf
  • Automatisierte Befundübermittlung
  • Patientenbezogenen und automatisierte Leistungserfassung inkl. Abrechnung
  • Telemetrische Sensor-Befundung z. B. EKG, Blutzucker, Körpertemperatur, Blutwerte, Sauerstoffsättigung.

Durch Telemedizin barrierefreie Fachkompetenz und Zeitersparnis für den Patienten

Darüber hinaus können digitale Tools wie Telemedizin dazu beitragen, den Zugang zur medizinischen Versorgung zu verbessern, insbesondere in ländlichen Gebieten oder bei Patienten mit eingeschränkter Mobilität. Durch Videokonsultationen können Patienten medizinische Beratung erhalten, ohne lange Wege auf sich nehmen zu müssen.

Homeoffice im Krankenhaus?

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet auch Chancen für neue Arbeitsmodelle, wie zum Beispiel die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Dies kann insbesondere für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familie oder anderen Verpflichtungen von Vorteil sein und dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte anzuziehen und zu halten.

Insgesamt kann die Digitalwende im Gesundheitswesen dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Patientenversorgung zu optimieren und das Gesundheitssystem insgesamt effizienter zu gestalten. Dies trägt nicht nur dazu bei, das Gesundheitswesen attraktiver für Fachkräfte zu machen, sondern kommt letztendlich auch den Patienten zugute.

Es ist wichtig, dass Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen diesen Wandel aktiv vorantreiben und die Chancen der Digitalisierung voll ausschöpfen.

KIS bietet keine ausreichende Kollaboration? es gibt ein Workaround für jede Klinik.

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